2 Die Kleidung
Kleidung für die Arbeit am Strand: kabig und kalabousenn
Dilhad graet evit labourat en aod : kabigoù ha kalabousennoù
Das Wort kabig kommt aus dem Bretonischen: kab an aod, der „Strandumhang“. Diese Jacke aus dem Pagan-Land war ursprünglich weiß oder marineblau. Erst später griff die Mode sie auf und brachte sie in vielen Farben heraus.
Sie war auf die Arbeit der bäuerlichen Tangsammler am Strand zugeschnitten. Deshalb musste sie lang genug sein. Und sie bestand aus sehr dicht gewebtem Wolltuch. So blieb sie wasserdicht und hielt warm.
Eine Jacke für die Arbeit am Strand
Jedes Detail des kabig antwortet auf eine Anforderung der Arbeit:
- Eine große Kapuze schützt vor Wind und Nässe.
- An den Schultern sitzen gezackte Patten. Sie halten dem Verschleiß stand, wenn schwere Lasten getragen werden. Und sie verhindern, dass Wasser eindringt.
- Geschlossen wird die Jacke mit kleinen Holzknebeln, oft aus Buchsbaum. Dieses Holz galt als unverrottbar.
- Vorne sitzt eine doppelte Bauchtasche. Darin konnte man die Hände wärmen.
Der kalabousenn
Der kalabousenn ist eine Kopfbedeckung in Form einer Kapuze. Er hat einen Schirm und bedeckt die Schultern. Seine Farbe ist schwarz oder marineblau. Bei der Arbeit am Strand schützt er vor Wind und Kälte.
Getragen wurde er an den Küsten des Léon im Norden des Finistère, vor allem im Pagan-Land.