7 Die Algen
Die verschiedenen Fortpflanzungsformen der Algen
Meur a vod gouennañ zo d'ar bezhin
Die Fortpflanzung der Algen ist ein komplexes und vielfältiges Gebiet. Man unterscheidet bei den Algen drei große Formen der geschlechtlichen Fortpflanzung.
Der monogenetische Zyklus
Beispiel: die Fucales (Blasentange).
Die Fucales geben männliche oder weibliche Gameten ab, je nach Geschlecht der Pflanze. Im Meerwasser verteilt, ziehen sich die Gameten durch Chemotaxis gegenseitig an. Aus der Eizelle, die bei dieser Verschmelzung entsteht, keimt ein männlicher oder weiblicher Keimling.
Der digenetische Zyklus
Beispiel: die Laminarien (Kelp).
Die Laminarien geben ungeschlechtliche Sporen ab. Aus ihrer Keimung entstehen winzige Zellhäufchen, die Gametophyten. Die männlichen Gametophyten bilden Gameten, also Spermien. Diese „schwimmen“ zur Eizelle, die von den weiblichen Gametophyten getragen wird. Aus der befruchteten Eizelle entsteht ein Keimling und schließlich eine ungeschlechtliche erwachsene Pflanze.
Der trigenetische Zyklus
Beispiel: die Rotalgen.
Diese letzte Form gleicht bis zur Entstehung der Eizelle dem digenetischen Zyklus. Die Eizelle keimt jedoch nicht sofort. Sie durchläuft eine Reihe von Zellteilungen und klont sich selbst. Erst am Ende dieser Vermehrung wird sie freigesetzt. Jede Kopie der Eizelle — die Karpospore — bringt einen Keimling hervor.
Und ohne geschlechtliche Fortpflanzung
Manche Algen können sich ungeschlechtlich vermehren, durch vegetative Vermehrung. So ist es bei den Meersalaten und den Sargassen. Sie vermehren sich schnell und bilden, sobald die Bedingungen günstig sind, grüne oder braune Algenteppiche.