9 Die Algen
Invasive und wuchernde Algen
Bezhinoù aloubus ha war baotaat
Wenn Algen wuchern
Wenn sich neue Algen auf Kosten einheimischer Arten ansiedeln, spricht man von invasiven Algen. Das gilt für den Japanischen Beerentang (Sargassum muticum), aber auch für den Austerndieb (Colpomenia peregrina). Beide traten 1970 an den bretonischen Küsten auf, mit dem Aufschwung der Austernzucht.
Doch auch einheimische Algen können wuchern, wenn die Bedingungen für ihr Wachstum zu günstig sind. Man spricht dann von Eutrophierung. Bestimmte klimatische Bedingungen verstärken dieses Phänomen:
- Mehr Sonnenschein: mehr Licht und steigende Temperaturen.
- Starke Regenfälle: Sie schwemmen Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff im Übermaß vom Land ins Meer.
In der Bretagne tritt die Eutrophierung immer wieder auf und führt zu Grünalgenteppichen. Beim Verrotten der angeschwemmten Algen entsteht ein giftiges Gas: Schwefelwasserstoff (H₂S).
Angeschwemmte Algen nutzen
Manchmal wird versucht, die Strandungen sinnvoll zu verwerten. In der Südbretagne gab es Versuche, die roten Teppiche von Solieria chordalis zu nutzen. In AlgoBox® zurückgehalten, zersetzen sie sich und dienen der Dünenvegetation als Dünger. So tragen sie dazu bei, die Küstenerosion zu bremsen.