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Die Vorschriften für die Ernte

Die bretonische Tangflotte nutzt zwei Arten von Laminarien. Für jede gelten eigene Regeln.

Der tali-moan (Laminaria digitata)

Das ist die Haupternte der Tangsammler auf See. Für diese Art ist der Scoubidou das einzige zugelassene Gerät.

  • Saison: vom 15. April bis zum 15. Oktober, nach der regionalen Regelung.
  • Tage und Zeiten: von Montag bis Freitag, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Bis zum 15. September von 5.30 bis 21.00 Uhr, danach von 7.00 bis 19.00 Uhr. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen ist die Ernte verboten, auch am Pfingstmontag.
  • Gebiete: Zu Beginn der Saison wechseln sich die Fahrten drei bis fünf Wochen lang nach geografischen Sektoren ab — einen Tag Lanildut, am nächsten Tag der Rest der Flotte.
  • Anlandungen: nur eine pro Tag. Jedem Schiff werden ein oder mehrere Gebiete zugewiesen. Es muss einen funktionsfähigen und eingeschalteten VMS-Transponder (vessel monitoring system) an Bord haben.

Der tali-penn (Laminaria hyperborea)

Er wird seit 1994-1995 nur von einigen Einheiten versuchsweise genutzt. Dafür sind Sondergenehmigungen nötig.

  • Saison: vom 15. April bis zum 31. Dezember, nach der nationalen Regelung, mit denselben Tagen und Zeiten wie beim tali-moan.
  • Gebiete: Vier Sektoren sind geöffnet — Molène, von Saint-Mathieu bis zum Aber-Ildut, vom Aber-Ildut bis zur Île Vierge und von der Île Vierge bis zur Bucht von Goulven. Jeder Sektor ist in fünf Zonen unterteilt. Sie werden jährlich im Wechsel genutzt, mit einer Erntegrenze von 20 % der Biomasse.
  • Anlandungen: höchstens zwei pro Tag. Für die gesamte Flotte gilt eine zulässige Gesamtfangmenge (TAC) — 5.000 Tonnen im Jahr 2000. Dazu kommt aus Sicherheitsgründen eine Quote pro Boot. Der VMS-Transponder ist ebenfalls Pflicht.